Karl-Heinz Osmer --- Webseiten und Softwareentwicklung Südhessen


Willkommen auf meiner Webseite.


01.12.2016   Aus aktuellem Anlass muss ich feststellen, dass Internet-Verbindungen unzuverlässig sind. Gerade haben wir die Attacke auf t-online erlebt. Mehrere Millionen Router wurden angeblich von Hackern lahmgelegt. Telefon, Fernsehen, Hörfunk und Internet fielen für die Kunden aus.

Ich glaubte einen kleinen Moment, nicht betroffen zu sein, denn ich bin Internet- und Telefonkunde bei Unitymedia. Doch jetzt am 01.12.2016 um 00.21 habe auch ich keine Verbindung mehr ins Web und ins Telefonnetz. Mit meinem Handy rufe ich testweise meine Unitymedia Festnetznummer an: "Der gewünschte Gesprächspartner ist ... nicht erreichbar." Ich schalte meinen Router aus und wieder ein: "Der gewünschte Gesprächspartner ist ... nicht erreichbar."

Ich denke, diese Erfahrung ist längst überfällig und die Hacker, wie kriminell sie auch sein mögen, öffnen uns die Augen. Einbrecher zeigen uns seit Jahrzehnten, wo die Wohnung verletzlich ist und wir bauen Schlösser ein. Unsere Versorgung für Strom und Kommunikation haben wir vertrauensselig Fremden anvertraut.


Ich bemühe mich, autark zu sein. Ich muss zum Beispiel nicht frieren, wenn der Strom ausfällt. Mein Kaminofen wärmt mich, solange ich Holz und Streichhölzer habe. Zur Not kann ich Möbel verfeuern. Wussten Sie, dass Wärme zum Überleben wichtiger ist als Wasser? Unterkühlung kann nach einigen Stunden tödlich sein, Wassermangel erst nach zwei bis drei Tagen. Unser Grundwasser kann ich manuell aus einem Brunnen schöpfen, falls die öffentliche Wasserversorgung und der Strom für die Gartenpumpe ausfällt.

Vorräte und Bargeld für ein paar Tage habe ich. Muss nicht gleich Hunger leiden, wenn ich krank bin und nicht einkaufen kann. Doch kann bei Stromausfall überhaupt noch etwas gekauft werden? Haben die Kassen der Supermärkte ein Notstrom-Aggregat? Oder ist Plünderung die einzige Möglichkeit, Lebensmittel vor dem Verfalldatum "einzukaufen"? Also Tiefkühlkost gleich am ersten Tag des Stromausfalls?

Fallen dann auch Alarmanlagen und Überwachungskameras aus? Das haben wir alles noch nicht getestet.


Wir alle sind ja so vergesslich. Aber ich habe noch in Erinnerung, wie 1999 Unsicherheit herrschte, ob die zweistellige Jahreszahl 00 von den Computern als die Folge von 99 anerkannt würde. Mein damaliger Auftraggeber, eine Spedition, hatte auf dem Hof zwei Container stehen als Notstrom-Aggregate für die EDV-Zentrale.

Und dann am 01.01.2000 die spannenden Meldungen aus Japan, ob Netze zusammenbrechen. Etwas später die Meldungen aus Australien und nach und nach aus allen Ländern, in denen dieses Datum anbrach. Es gab keine ernsthaften Ausfälle, der Kelch ist damals noch an uns vorbeigegangen und wir alle lehnten uns erleichtert zurück.


Ein volles Berufsleben von 1968 bis 2016 (48 Jahre) beschäftige ich mich mit der Programmierung von Computern.

Am Anfang haben meine Kollegen und ich Kommandos auf Papier-Formulare geschrieben, die mussten "abgelocht" werden. Nach einigen Tagen bekamen wir einen Lochkarten-Stapel und mussten dann mit den "Operatoren" einen Termin abstimmen, wann wir unser Programm testen konnten. Die Tagesarbeit der laufenden Programme war vorrangig und so "durften" wir morgens früh von 4:00 bis 6:00 Uhr den Computer nutzen. Ein gekühlter Geräte-Park aus Zentral-Unit, Lochkarten-Lesern, Lochkarten-Stanzern, Bandlaufwerken, Plattenlaufwerken und Druckern, dass teuer von der IBM gemietet wurde.

Programmierer und Operatoren waren damals, Ende der 1960er Jahre den Professoren und Forschern vergleichbar. Wir trugen ebenso weiße Kittel und wurden in der Öffentlichkeit wie Wunderheiler verehrt.

Als ich als naiver Anfänger mal fragte, warum weiße Kittel, bekam ich die Antwort, dass das Einspannen des Druckpapiers mit mehreren Durchschlägen und den damals üblichen Kohle-Papieren so schmutzig sei, dass wir unsere Privatklamotten schützen müssten.


und standen uns in Form von Lochkarten nach einigen Tagen zur Verfügung.

Als freiberuflicher Software-Entwickler in Groß-Gerau (Hessen) bewerbe ich hier meine Dienstleistungen. Ich bin Jahrgang 1948 und gerne für Kunden aktiv, frische Ideen in internetfähige Programme umzusetzen. Das ist mein Beruf und meine Berufung.


Ich nehme mir mehr Zeit als noch vor ein paar Jahren, Informationsquellen zu sichten und zu recherchieren. Dabei beobachte ich, dass meine Altersgenossen, die - so wie ich - nicht mehr von Arbeitgebern und Kunden abhängig sind, sich zu Wort melden und kritische Beiträge liefern zu unserer Demokratie und unserem Verständnis von freier Berichterstattung.

Die Journalistin Gabriele Krone-Schmalz (* 8. November 1949): "Ich trau mich, und ich bin frei".

Der Historiker Daniele Ganser (* 29. August 1972) vertauscht die Rollen: Der Irak hat die USA angegriffen.

Der CDU-Politiker Willi Wimmer (* 18. Mai 1943) kein Verständnis zeigt zum Säbelrasseln gegenüber Russland.

In meinem Berufsleben hatte ich zweimal die Möglichkeit, an Rüstungsprojekten und der Planung von Atomkraftwerken mitzuwirken. Ich habe mich bewusst für friedliche Aufgaben entschieden und mich von ethisch zweifelhaften Verpflichtungen distanziert.