Internationale Musikinitiative Berkach

Singkreis und Band in Gründung


Internationale Musikinitiative
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„Alte Schule Berkach”, Rathausstr. 13
jede ungerade Woche donnertags 18:00 Uhr

18:00 Uhr (Groß-) Eltern und Kinder, Singspiele mit Bewegung
19:00 Uhr Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Instrumente.

Nächstes Treffen:


Unser Repertoire, Stand Januar 2020:

Gesang / Texte   Heute an Bord   Schön, dass du da bist   Uhren-Kanon  

Instrumentals:   Carnival of Venice  


Wage mit uns das Ungewöhnliche!

Es ist ungewöhnlich, dass Kinder und (Groß-)Eltern gemeinsam singen. Es ist ungewöhnlich, dass Menschen verschiedener Nationen gemeinsam musizieren.

Berkach wagt das Un-gewöhnliche:

Jede/r bringt sein Lieblings-Lied und -Instrument mit. Wir wollen voneinander lernen. Kinder und Erwachsene bauen ihr Repertoire auf und einige Lieder sind gemeinsam. Wenn wir sicher sind, wollen wir uns mit kleinen Auftritten vorstellen und zeigen, dass Menschen verschiedenen Alters und verschiedener Nationen gemeinsam musizieren können.

Unser erster Auftritt: Sa, 14.03. in Raunheim   mehr



Instrumente
Instrumente werden gemeinsam ausprobiert, hier die Piano-Rolltastatur


Protokoll vom 6. Treffen am Do, 16.01.2020

18:00 - 19:00 Uhr, Singspiele (Groß-)Eltern und Kinder.

Vier Erwachsene (Deutschland, Iran, Rumänien, Akkordeon und Euphonium) und sechs Kinder. Lili hatte eine Kochmütze und eine kleine Schürze genäht und die Idee, mit den Kindern ein Back- oder Kochlied einzuüben. Ihre Begeisterung war nicht aufzuhalten, sie schlug ausserdem auch Piratenkostüme vor. Aber weder ein kindgerechtes Koch- noch ein Piratenlied konnte aus dem Laptop gezaubert werden. Wir erkannten das Problem: Wir müssen uns zwischen den Treffen abstimmen, damit Lieder vorbereitet und die Instrumentalisten schon mal üben können. Eine WhatsApp-Gruppe ist einzurichten.

Zum Aufwärmen den Uhren-Kanon („Große Uhren gehen Tick-tack,tick-tack ...“), den hatten wir schon mal gemacht und nach einigen Wiederholungen konnten auch die „Neuen“ mitsingen. Um den Takt richtig zu treffen, bekam jeder ein Rhythmus-Instrument und wir wanderten um den großen Konferenz-Tisch.

Dann das Fliegerlied, bei dem jeder zeigen konnte, wie stark und groß er war: „Und ich flieg, flieg, flieg wie ein Flieger, / bin so stark, stark, stark wie ein Tiger / und so groß, groß, groß wie 'ne Giraffe so hoch, wo-ho-ho ...”

Das dritte Lied war Bruder Jakob. Mit einigen Wiederholungen und dem Erkunden der mitgebrachten Instrumente, unter anderem eine aufrollbare Klavier-Tastatur, war die Stunde bis 19:00 Uhr wie im Fluge vergangen.

In der Nachbereitung habe ich ein lustiges Piraten-Lied von den „Wise Guys” für uns gefunden, deren Refrain kindgerecht bei verteilten Rollen ist, und (Groß-)Eltern können die Strophen übernehmen: youtu.be/Un_N3yIgmXM. Und wenn das sitzt, gibt es eine Fortsetzung, die Piraten II.


19:00 - 20:00 Uhr, Erwachsene singen und musizieren.

Ali (Afghanistan) hatte sich mit seiner Dombura (zweisaitiges Zupfinstrument) angesagt, kam aber nicht. Auch Sabine mit ihrer Gitarre wurde vermisst.

Kalle (Akkordeon) und Monika (Euphonium) nutzten die frei gewordene Stunde, um mit Hilfe von Noten und Computer zwei vorbereitete Instrumentals zu üben.



Ali stammt aus Afghanistan und spielt Dambura Video 6,3 MB:

Wikipedia: Dombra (kasachisch домбыра), auch dömbra, dombyra, dumbyra, dambura, danbura, ist ein weit verbreitetes Zupfinstrument in mehreren zentralasiatischen Staaten. Die zweisaitigen Langhalslauten mit birnenförmigem Korpus besitzen mit Ausnahme des kasachischen Instruments und im Unterschied zur in derselben Region gespielten dotār keine Bünde



Presse-Veröffentlichungen


GROSS-GERAUER ECHO, 10.12.2019   echo-online.de abgerufen am 11.12.2019


MIMACHEN:   Karl-Heinz Osmer bietet seine „Internationale Musikinitiative Berkach“ wieder am Donnerstag, 19. Dezember, ab 18 (Singen) und 19 Uhr (Musizieren) in der Alten Schule an. Kontakt: osmer.kh@osmer.de

BERKACH - Wenn Karl-Heinz Osmer sein Akkordeon umschnallt und gefühlvolle Seemannslieder anstimmt, ist er ganz in seinem Element: In Shanty-Chören ist Osmer seit langem aktiv und organisiert auch Shanty-Festivals – zuletzt etwa 2017 in Gernsheim.

Doch dies ist nur eine Seite des aufgeschlossenen, musikalischen Mannes: Seit 2011 lebt der gebürtige Bremer, der beruflich nach Mannheim kam, im Stadtteil Berkach und er ist überzeugt: „Heimisch zu werden klappt am besten, wenn du selbst aktiv wirst. Wenn du beiträgst, den Ort lebenswerter zu machen.“

Seit Anfang November erwartet Karl-Heinz Osmer daher donnerstags in zweiwöchigem Turnus in der Alten Schule Gleichgesinnte, die Freude daran haben, miteinander zu musizieren – mit und ohne Vorerfahrung. „Internationale Musikinitiative Berkach“ nennt er sein Angebot. „Ich freue mich auf Kinder und Erwachsene jeden Alters, die in Berkach leben, auf Alteingesessene und Neubürger sowie auf Geflüchtete, die hier im ehemaligen Hotel Fasanerie wohnen.“

Als er Christiane Eichhorn vom städtischen Sozial-und Integrationsbüro von dem Vorhaben erzählte, habe sie begeistert vorgeschlagen, die internationale Initiative im Kulturcafé der Kernstadt anzusiedeln. Karl-Heinz Osmer aber zögerte: „Ich fand meine eigene Idee da nicht ganz wieder, denn es geht mir ja um die kleinste, lokale Verknüpfung, um den Kontakt zwischen Menschen im Stadtteil.“ Und so hat Osmer vor Ort Informationszettel in Briefkästen gesteckt, hat englischsprachige Flyer für die Menschen vieler Kulturen im Hotel Fasanerie ausgelegt. Und nun wartet er und hofft, dass der Funke zündet. Auch an diesem Abend hat er im Saal der Alten Schule, zu dem er vom Liegenschaftsamt die Schlüssel bekam, Notentexte und Textblätter vorbereitet, hat Holzschlaginstrumente und Schellenkranz, Orgelpfeifen, die die Tonpalette kleiner Liedchen abdecken, sowie eine ausrollbare Computer-Klaviertastatur und sein Akkordeon mitgebracht. „Ich bin immer gespannt auf die Abende – und wenn die Tür auch nur ein einziges Mal aufgeht“, sagt Osmer.

Wo bleiben sie bloß, die musik- und singfreudigen Menschen aus Berkach? Immerhin: „Einmal war Lili, eine Rumänin mit ihren zwei Vorschulkindern da, und wir haben schön gesungen. Eine andere Frau – sie heißt Marianne – hat mir per Mail angekündigt, sie käme demnächst als Gitarristin hinzu“, erzählt Osmer in typisch norddeutschem Tonfall. Und schließlich freut er sich, dass an diesem Abend Monika Fritzsche dazukommt.

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„Wir beide kamen beim Spaziergang mit unseren Hunden ins Gespräch“, sagt sie. Fritzsche spielt Tenorhorn. „Ich finde die Idee der Internationalen Musikinitiative ganz toll. Ich hoffe, es kommen noch viele Leute dazu“, sagt sie. Osmer hat sogar einige Lieder-und Notenheftchen zusammengestellt: „Alles hübsche, einfache Melodien vom Kanon bis zum Weihnachtslied“, sagt er. Und er nimmt das Akkordeon zur Hand: Zur Melodie des Schlagers „Heimweh nach Hamburg“ hat er eine Hommage an Berkach gedichtet: „Alles hab’ ich gesehen, alles ganz große Welt – doch am Ende bleibt nur Berkach, das mein Herz zusammenhält.“ Dann sinnieren Monika Fritzsche und Karl-Heinz Osmer, wie sie andere noch mehr ermuntern könnten: „Vielleicht wäre ein kleines Straßenkonzert im Ort das Richtige?“ Musik sagt ja bekanntlich mehr als tausend Worte.

Dibbegugger, Dezember 2019   dibbegugger.de abgerufen am 08.12.2019


Wochenblick, 20.11.2019   PDF 16,3 MB