Pfannenflickerlied

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Version A (Haaner Kerb-Lieder)

1|: In Deutschland wurd ich arbeitslos, da zog ich in die Schweiz. :| |: Als Pfannenflicker zog ich hinaus, hinaus, als Ponneflick, -flick, flick von Haus zu Haus. :|

2|: Da kam ich an ein kleines Haus, da schaut Mamsell heraus :|
|: Ach Pfannenflicker, komm doch herein, herein, hier wird schon was, was, was zu flicken sein. :|

3|: Sie reichte mir ein Pfännelein, darinnen war ein Loch. :|
|: Ach Pfannenflicker nimm dich in acht, in acht, daß du das kleine Loch nicht größer machst. :|

4|: Und als der Flick zu Ende war, / da reicht sie mir die Hand. :|
|: Der Pfannenflicker schwenkt seinen Hut, ja Hut. Lebwohl, lebwohl Mamsell der Flick war gut. :|


Version B (Altes Handwerkerlied, mündlich überliefert) Quelle

verteilte Rollen: er, sie, Erzähler

1Und wer sein Handwerk gut versteht, der leidet keine Not, und wer sein Handwerk gut versteht, verdient sein täglich Brot. |: Der Pfannenflicker, der zieht hinaus, hinaus und ruft sein Flick flick flick von Haus zu Haus. :|

2|: Da kam er an ein schönes Haus, eine Jungfrau schaut heraus :| |: Oh Pfannenflicker, komm doch herein, herein, es wird ja sicher was zu flicken sein. :|

3Da gab sie ihm ein Pfännelein, das war vor lauter Ruß. Da drinnen war ein Löchelein, so groß wie eine Nuss. |: Oh Pfannenflicker, nimmm dich in acht, in acht, dass du das Loch, Loch, Loch, nicht größer machst. :|

4Und als die Pfanne fertig war, das Löchlein war geflickt, da hat sie ihm ein Silberstück wohl in die Hand gedrückt. |: Der Pfannenflicker nimmt seinen Hut, ja Hut und ruft Adé, adé, der Flick war gut. :|

5Und als dreiviertel Jahr' um warn, da brach die Pfann entzwei. da schrieb sie Ihm ein Briefelein, so innig und so treu. |: Oh Pfannenflicker, komm doch zurück, zurück, du hast die Pfann' bei Nacht nicht gut geflickt. :|


Version C

1Ja wonn die Ponneflicker reise gehn, / da ziehn sie weit hinaus, weit hinaus. / Die Ponneflicker, sie ziehn hinaus, / sie flicke die Ponne, Pone, Ponne von Haus zu Haus.

2Da kam er an ein Häuselein, / ein Mädchen schaut heraus, schaut heraus. / Oh, Ponneflicker, komm doch herein, / hier wird schon was, was, was zu flicken sein.

3Da zeigt sie ihm ihr Pfännelein, / darinnen war ein Loch, war ein Loch. / Oh Ponneflicker, nimm dich in acht, / dass du das Loch, Loch, Loch nicht größer machst.

4Und als er damit fertig war, da nahm er seinen Hut. / Ade, ade, ade, ade, ade, ade, ade, ade Mamsell, der Flick war gut.