Pfannenflickerlied   Version 1/3

Altes Handwerkerlied, mündlich überliefert

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pfannenflicker

verteilte Rollen: er, sie, Erzähler

Vorspiel: „und ruft sein Flick flick flick von Haus zu Haus.”

1Und wer sein Handwerk gut versteht, der leidet keine Not, und wer sein Handwerk gut versteht, verdient sein täglich Brot. |: Der Pfannenflicker, der zieht hinaus, hinaus und ruft sein Flick flick flick von Haus zu Haus. :|

2|: Da kam er an ein schönes Haus, eine Jungfrau schaut heraus :| |: Oh Pfannenflicker, komm doch herein, herein, es wird ja sicher was zu flicken sein. :|

3Da gab sie ihm ein Pfännelein, das war vor lauter Ruß. Da drinnen war ein Löchelein, so groß wie eine Nuss. |: Oh Pfannenflicker, nimmm dich in acht, in acht, dass du das Loch, Loch, Loch, nicht größer machst. :|

4Und als die Pfanne fertig war, das Löchlein war geflickt, da hat sie ihm ein Silberstück wohl in die Hand gedrückt. |: Der Pfannenflicker nimmt seinen Hut, ja Hut und ruft Adé, adé, der Flick war gut. :|

5Und als dreiviertel Jahr' um warn, da brach die Pfann entzwei. da schrieb sie Ihm ein Briefelein, so innig und so treu. |: Oh Pfannenflicker, komm doch zurück, zurück, du hast die Pfann' bei Nacht nicht gut geflickt. :|

Nachspiel: „du hast die Pfann' bei Nacht nicht gut geflickt.”