Die Stadt heute
Wo sich Gestank und Lärm verbreiten,
das Auto jeden Vorrang hat,
da weichen die Gescheiten
und wohnen lieber vor der Stadt.
Das Umland heute
Berufsverkehr ist nicht zu meiden,
man quält sich täglich rein und raus.
Dass Anwohner der Straßen leiden,
macht den Gescheiten gar nichts aus.
Zukunft in Stadt und Land
Wir fahren leise, schnell und abgasfrei
führerlos am Stau vorbei.
Die Kabine steht danach nicht rum wie heute,
sondern holt die nächsten Leute.
Und wer sein Auto nötig hat,
den fährt 'ne Plattform durch die Stadt.

Projekt Rufbahn
Computergesteuerter öffentlicher Individualverkehr auf Abruf

Die Fahrzeuge:

Sie sind so ausgestattet, dass sie per Fahrauftrag elektronisch gesteuert führerlos auf einer Fahrschiene und auf fester Fahrbahn mit Führungsschlitz fahren können. Den Fahrstrom beziehen sie per Stromabnehmer aus dem Schlitz. Ebenso die Fahraufträge.

Von vorn nach hinten verläuft in der Mitte der Fahrzeuge der Schienenkanal, etwas größer als ein Kardantunnel. In diesem Kanal umfassen mehrere kleine Räder die Schienen seitlich und von oben. Der Schienenkanal ist schallgedämmt, sodass kaum Laufgeräusche nach aussen dringen.

Der Antrieb erfolgt über zwei Elektromotoren, die symmetrisch links und rechts neben dem Schienenkanal sitzen. Ein Motor reicht aus, um das Fahrzeug notfalls bis zum nächsten Parkplatz zu bringen.

Kabinen   sind mit heutigen Kraftwagen vergleichbar, sie dienen der Personenbeförderung, haben vier Räder und einen Elektromotor. Einige haben ein Lenkrad und eine Batterie und können auch auf normalen Straßen fahren. In Längrichtung haben sie einen Führungstunnel, durch den die Schiene verläuft. Innerhalb des Tunnels sind Räder zum Fahren auf der Schiene und zum seitlichen Halt.

Freisitzer   sind offene Motorräder, mehrere Personen sitzen hintereinander auf dem Führungstunnel. Sie entsprechen den heutigen Fun-Cars mit vier Rädern und könnten auch auf normalen Straßen fahren.

Plattformen   sind flache Ladeflächen zum Transport von Lasten. Konventionelle Kraftwagen können so befördert werden, aber auch Container. Sie haben ein Fahrgestell und Motor, aber keine Lenkvorrichtung und können somit nicht auf normalen Straßen fahren.

Der Fahrweg:

Die Rufbahn-Fahrzeuge fahren auf einer Schiene, die von der Seite aussieht wie eine Leitplanke. Diese Schiene steht kostengünstig und umweltfreundlich auf Stützen, eine Versiegelung des Bodens ist unnötig, Kleintiere können nicht mehr totgefahren werden. Es können sich keine Wasserpfützen und keine Schneewehen auf dem Fahrweg bilden. Der Boden unter dem Fahrweg kann landwirtschaftlich oder für andere Verkehrsmittel genutzt werden.

Die Schiene hat einen Schlitz, in den die "Fühler" der Fahrzeuge von oben eingreifen und Fahrstrom entnehmen.

Bei Abzweigungen senkt sich die Schiene sanft ab auf eine nur hier notwendige Fahrbahn. Der Schlitz wird zur Rinne in der Fahrbahn. Der Fahrzeug-"Fühler" drückt grundsätzlioch nach links und tastet sich so an der Führungsrinne entlang. Jede Richtungsänderung der Rinne wird auf die Vorderräder als Lenkbewegung übertragen. Wenn ein Ausscheren oder Abbiegen erforderlich ist, wird der Fühler des Fahrzeugs rechtzeitig nach rechts in die Rinne gedrückt, er folgt also dem rechten Rand. Die Abzweigung selbst besteht aus einem Y-förmigen Teilstück der Rinne, die selbst nicht bewegt wird, also keine Weiche ist. Zwei unmittelbar hintereinander fahrende Wagen können so verschiedene Richtungen wählen.

Das System ist kreuzungsfrei wie die herkömmliche Autobahn. In Städten können die Schienen in zweiter Ebene über den Straßen montiert werden. Pfosten und Träger können gleichzeitig Lichtmasten, Stützen für Rankpflanzen oder Masten der Straßenbahn-Oberleitung sein.

Eigentümer / Benutzergruppen:

Wie bei herkömmlichen Verkehrsmitteln reicht die Typenvielfalt vom vierrädrigen Motorrad über die öffentliche Fahrkabine bis zur Luxuslimousine für geschlossene Benutzergruppen. Da die Fahrzeuge von Unternehmen, Organisationen und Vereinen finanziert werden, kann jede Gruppe ihren Fuhrpark nach Belieben zusammenstellen.

Öffentliche Verkehrsunternehmen bevorzugen vielleicht die robuste, vandalensichere und leicht zu reinigende Kabine, während die Fahrbereitschaft des Bundestages rollende Büros mit Kaffeemaschine, Radio, Telefon, Fernsehen, Toilette und Internetanschluß einsetzt.

Fonds können in Fuhrparks investieren und ihren Anlegern Gewinne erwirtschaften.

Fahrtverlauf:

Reservierung / Buchung:   Fahrzeuge geschlossener Benutzergruppen können Tage oder Stunden vorab gebucht werden. Die Benutzergruppe bestimmt die Art und den Umfang der Buchung und veranlasst evtl. einen terminierten Fahrauftrag des leeren Fahrzeugs in die Nähe des Haltepunktes.

Fahrtantritt:   Der Fahrgast geht an einen Haltepunkt und gibt sein Ziel an, ggf. auch die gewünschte Art des Fahrzeugs. Mitglieder geschlossener Benutzergruppen weisen sich per Karte und PIN aus. Der Fahrpreis wird angezeigt. Nach Zahlung bzw. Kontobelastung wird das passende Fahrzeug aus der nächstliegenden Parkposition angefordert und hält zum Einsteigen. Der Fahrgast drückt den Startknopf und die Kabine fährt selbsttätig zum Ziel.

Fahrtunterbrechung:   Während der Fahrt wird auf einer Konsole die verbleibende Entfernung zum Ziel und die in Fahrtrichtung voraus liegenden Haltepunkte angezeigt. Der Fahrgast kann per Taste einen dieser Haltepunkte als neues Fahrziel angeben und so die Fahrt verkürzen. Per Notfalltaste kann das Fahrzeug auch sofort in der nächsten Haltebucht zum Stehen gebracht werden.

Notausstieg:   Haltebuchten haben einen Fluchtweg. Ein Stillstand auf der Fahrschiene kann wie bei Seilbahnen zu hoch sein, um auszusteigen. Ob eine Strickleiter oder ein Notfallpaket zum Abseilen Sinn macht, darf bei ungeübten Fahrgästen und undefinierten Witterungsverhältnissen bezweifelt werden. Wahrscheinlich ist Hilfe von aussen sicherer.

Fahrtende:   Der Fahrgast steigt aus und schließt die Tür. Das Fahrzeug fährt in eine Parkposition und ist bereit für den nächsten Fahrauftrag.

Während der gesamten Fahrt pflegt das Fahrzeug mit der Leitzentrale Datenaustausch. So kann es angewiesen werden, einen Stau zu umfahren und sendet seinerseits regelmäßig den aktuellen Status und seine Position.

Simulationsprogramm (JavaScript)

Das Programm soll mehrere Fahrgastwünsche erfassen und dann die Fahrzeuge fahren lassen. Wenn z.Z. kein Fahrzeug frei ist, muss der Fahrgastwunsch gespeichert und später automatisch ausgeführt werden.

Vorbereitung:   Beim Aufruf der Internet-Seite rufbahn.htm muss JavaScript aktiv sein, sonst erfolgt ein Hinweis und die Grafik kann nicht aufgebaut werden. Aus einer programminternen Tabelle wird beim Laden der Seite das Gleisbildstellwerk erzeugt. Einige Fahrzeuge warten auf ihren Einsatz. Die Haltestellen sind im Plan deutlich sichtbar.

Wenn Sie die Maus langsam über ein Fahrbahnsymbol bewegen, wird Ihnen die Koordinate am Mauszeiger angezeigt. Zum Beispiel 15_11. Dieses Planquadrat befindet sich in Spalte 15, Zeile 11.

In der Praxis stehen Sie an einer bestimmten Haltestelle, damit ist die Einsteige-Haltestelle klar definiert. Hier in der Simulation soll es etwas schwieriger sein, sie können die Einsteige-Haltestelle frei wählen.

Eingabe:   Im der Eingabemaske "Fahrauftrag" klicken Sie bitte auf "neuer Fahrauftrag", um das Programm zu starten. Sie werden dann gebeten, zuerst auf die Einsteige-Haltestelle, danach auf die Aussteige-Haltestelle zu klicken. Wenn Sie falsch geklickt haben, dann bitte erneut auf "neuer Fahrauftrag" klicken und die Eingabe beginnt von vorn.

Als Bestätigung sehen im Textfeld, wie der Fahrauftrag aufgrund Ihrer Mausklicks gebildet wird.

Nach Klick auf die Einsteige- und Aussteige-Haltestelle bitte noch den Fahrauftrag bestätigen. Der Fahrauftrag wird nun ergänzt durch die Abzweigungen zwischen den beiden Haltestellen und ist im Rohbau fertig.

Nun muss das Programm noch ein geeignetes Fahrzeug suchen, möglichst in der Nähe.

Verwendete Symbole und ihre Namen:

Fahrtrichtungen:

02

01

03

04
Kurven:

11

12

19

13

14
Einmündungen:

82

81

83

84
Abzweigungen:

92

91

93

94
Sonstiges:

51

 

 

zum Spiel